Oft wird uns die Frage gestellt, «wie geht’s eigentlich den Velos?» Um hier mal Klarheit zu schaffen, widmen wir dem Thema Velos und Equipment einen eigenen Eintrag. 

Als erstes, den Velos geht’s gut, also meistens. Wenn Adeline nicht gerade einen Bürgersteig runter flitzt und die Felge bricht oder Sandra die Kette sprengt, läuft alles wie geschmiert. Im wahrsten Sinne des Wortes. Kette schmieren ist unser neues Hobby, Velo putzen theoretisch auch, machen wir aber nicht ganz so häufig, weil nicht sooo spassig und Ade dann von oben bis unten voller Dreck ist. Grössere Pannen hatten wir bis jetzt glücklicherweise noch nicht. Wir haben nur gemerkt, dass alte, spröde Reifen auch nicht mehr alles mitmachen und es so zwischendurch, trotz Pannenschutz, mal ein Loch im Schlauch geben kann. Oder auch Mal vier Plattfüsse am gleichen Tag und am Morgen danach auch nochmals… Jedenfalls sind die beiden Sorgenkinder jetzt ersetzt und die Schläuche auch gleich mit. Die Felgen sind auch nicht mehr die neusten, was Adeline merken musste. Wir sind nicht gerade fein im Umgang mit unseren Rädern. Dementsprechend kam es bei Adeline in Amsterdam zum Felgenbruch (OK, nicht ganz, aber einen Riss hats gegeben). Nicht sehr problematisch, denn da gibt’s Velomechs am Laufmeter.

Es ist Zeit für neue Reifen

Es ist Zeit für neue Reifen

Sandras Velo hat eines Morgens plötzlich begonnen, seltsame Geräusche von sich zu geben. Es war sofort klar, so kann sie nicht weiterfahren. Bei der nächsten Tankstelle wird das Rad genauer unter die Lupe genommen. Die Ursache ist zum Glück schnell gefunden. Ein Kettenglied hatte sich (wie auch immer) gelöst und verursachte dieses Geräusch. Doch das nächste Problem kam auch sogleich, irgendwie war das Kettenzusammenhaltteil, welches wir zum flicken benötigen, verschwunden. Hier kam unser bester Freund und Helfer zum Einsatz: der Kabelbinder. Mit diesem war das Glied schnell durch ein Kettenschloss ersetzt.

Das Kettenglied muss ersetzt werden

Das Kettenglied muss ersetzt werden

Um fürs Nordkap vorbereitet zu sein, liessen wir sicherheitshalber in Schweden die Kette und die Kassette wechseln. Das sollte jetzt wieder eine Weile halten. Ansonsten sind unsere Bikes mehr oder weniger gut im Schuss und wir können uns auf unsere treuen Begleiter verlassen. Das mit dem «Wechseln Sie die Kette nach 1000 Kilometer» ist doch Quatsch!

Natürlich sind wir nicht nur auf fahrtüchtige Velos angewiesen, sondern auch auf den Rest des Equipments. Unser Zelt begleitet uns bereits seit dem Island Urlaub 2010 und erfüllt seinen Zweck immer noch hervorragend. Einzig die Reissverschlüsse wollen nicht mehr so ganz.

Unsere treue Begleiterin Venus

Unsere treue Begleiterin Venus

Seit wir am Greenfield Festival vor vielen Jahren mal wieder eine eisigkalte Nacht verbracht haben, begleiten uns auch unsere Daunenmätteli. Bequem sind sie zwar immer noch, aber auch hier ist das Alter spürbar. Bei der ersten Matte haben die Luftkammern schon ziemlich zu Beginn unserer Reise fusioniert und kaum war es ersetzt, passierte das gleiche mit dem anderen. Freundlicherweise wurden beide anstandslos von Exped ersetzt obwohl die Garantie schon etwas länger abgelaufen war.

Wir durften in Lübeck eine brandneue Matte entgegennehmen

Wir durften in Lübeck eine brandneue Matte entgegennehmen

Die eine Pfanne von unserem Kochset hat auch schon bessere Tage erlebt, aber als Schüssel reicht sie doch noch aus. Unsere Küche funktioniert sonst noch einwandfrei und sogar beim Besteck haben wir auch die eierlegende Wollmilchsau gefunden. Auf der letzten Reise durften wir unsere Gabeln und Löffel regelmässig austauschen. Mit dem Souvenirshop-Taschenmesserbesteck haben wir beste Erfahrungen gemacht und dieses hat auch ein Messer dabei, welches richtig schneidet (Korkenzieher und Flaschenöffner inklusive).

Hmmm, Ramen direkt aus dem Topf (Taschenmesserbesteck im Einsatz)

Hmmm, Ramen direkt aus dem Topf (Taschenmesserbesteck im Einsatz)

Um das Packmass möglichst klein zu halten, sind unsere Kleider in Packsäcke verstaut. Dies sorgt auch dafür, dass wir nach einem Regentag trotzdem noch etwas Trockenes zum Anziehen haben. Die Ortliebtaschen halten den Regen zwar super ab, aber manchmal wird es doch etwas feucht im inneren. Jedenfalls würden wir auch die Velotaschen nicht mehr hergeben. Bis jetzt waren sie ziemlich robust und haben auch die härtesten Strapazen überstanden. Unter anderem auch unseren Ausflug in den Skulleskogen National Park, welcher mit einer langen und mühsamen Wanderung über Stock und Stein endete.

Soweit sind wir mit unserer Auswahl vom Material sehr zufrieden und hoffen, dass alles noch ganz lange hält!

Taschen packen & Zelt abbauen in Belgien

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